Das fünfte Element - Aktivismus mit Herz und Verstand

Aktualisiert: 18. Dez 2019

Dies ist ein Beitrag von unserem Aktiv-Mitglied Robert Rauschmeier.

Auch wir Menschen haben die sagenhafte und wunderbare Fähigkeit zu lieben – und dies sogar über unsere Speziesgrenze hinaus. Der Alltag zeigt es immer wieder: Hunde-, Katzen-, Vogel-, Hasen- und Hamsterliebhaber. Auch Enten, Gänse, Spatzen und Tauben können uns entzücken. Ja, wir erkennen auch den Lebenswert von Bibern und – immer mehr – auch von anderen Wildtieren; und sind beeindruckt von den Fähigkeiten und Fertigkeiten von anderen Tieren wie Bären, Löwen, Pferden. Es ist ein weites und artenreiches Feld – und unser Herz kann all diese und andere Lebewesen miteinschliessen. Uns bekannte und uns unbekannte.


Warum aber macht dieses Gefühl nur Halt bei anderen Lebewesen, welche wir Nutztiere nennen oder bestimmten Wildtieren? Warum nur macht – im Moment noch – die Mehrheit unserer Gesellschaft eine solch willkürliche Grenzziehung zwischen Lebewesen, die es Wert sind unter uns zu leben und liebkost und umsorgt zu werden wie Katzen und Hunde und andere Haustiere. Und warum nur benutzen wir andere Tiere unhinterfragt für unsere Ernährung, für unsere Kosmetika, für unsere Unterhaltung und auch als Modeaccessoire, sei es aus Tradition oder im Glauben wir benötigen diese für unsere Gesundheit. Aktuell jetzt auch über die Winterzeit, wo man Menschen wieder mit Pelzkragen, Pelzmänteln, Pelzbommeln und anderen Pelzbesätzen und Pelzdekorationen wieder herumlaufen sieht.

Dies ist vor allem nur möglich, weil wir keine nähere Beziehung zu den Pelztieren haben und weil unsere Gesellschaft es auch ermöglicht sich möglichst keine Gedanken darüber machen zu müssen. Hinzu kommen noch die von der Pelzindustrie eingestreuten Fehl- und Falschinformationen, um uns Konsument*innen in gutem Gewissen beim Kauf von solchen Horrorprodukten einzulullen.

So, wie wir auch gegenüber unseren nächsten lieben Haustieren Mitgefühl und ein grosses Herz entwickeln und zeigen können; so können wir es auch den anderen leidensfähigen Lebewesen wie den Pelztieren gegenüber zeigen. Indem wir diese Modeaccessoires nicht kaufen, indem wir ein klares Statement setzen und auch hier Konsumboykott betreiben.


Die Grundelemente Wasser, Luft, Erde und Feuer (Wärme) sind wichtig für unser aller Überleben. Aber nur das fünfte Element – die Liebe – kann all diese Elemente zusammenhalten. Es ist Zeit, dass wir auf unserem Planeten die Liebe verbreiten – für alle leidensfähigen Mitlebewesen. Indem wir beginnen durch ihre Augen zu schauen, wird es uns möglich ihren Schmerz zu erkennen; wird es uns auch möglich ihre Lebensfreude und ihr Lebensglück zu erkennen. So wie wir es selber auch für unser Leben wünschen. Das können wir mit unseren Handlungen beeinflussen.

Liebe – so verstanden – ist Güte.


Robert Rauschmeier für Anti Fur League

Volketswil, 9. Dezember 2019

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