Reflektionen zur "Stopp Pelz! Demo 2018" - Was wir besser machen können

Aktualisiert: 7. Sept 2019

Am Samstag, 10. November 2018 fand in Zürich die zweite Anti-Pelz-Demo statt. Ca. 500 Menschen sind durch die Innenstadt gelaufen und haben lautstark ein Importverbot von Echtpelz gefordert. Doch hätten es auch mehr sein können?



Zürich's erste Anti-Pelz Demo im Oktober 2017 war gewissermassen ein "Experiment": Zum ersten Mal seit Langem wurde eine Tierrechts-Demo nicht von einer einzelnen Organisation getragen, sondern von einer Gruppe Pelzgegner_Innen, die zwar verschiedene Tierrechts-Orgas vertraten - jedoch aus Eigeninitiative handelten.


So als Bündnis zu agieren hatte Vor- und Nachteile: Einerseits erlaubte es ihnen, unabhängig zu sein und verschiedene Strömungen anzusprechen, die sonst nicht unbedingt zusammen arbeiten. Andererseits bedeutete es aber auch, viel weniger Mittel zur Verfügung zu haben und nicht über Tausende "Anhänger_Innen" auf den Sozialen Medien zu verfügen.


Die Anti-Pelz-Demo 2017 wurde dann auch ein Erfolg: Als quasi erste ihrer Art und zu einem Zeitpunkt, wo das Thema Pelz in aller Munde war, erregte sie grosse Aufmerksamkeit und ein überraschend breites mediales Echo.



Auch dieses Jahr bestand das OK-Team wieder aus einer Gruppe hochmotivierter Leute, die keine Mühen scheuten und praktisch ihre ganze Freizeit opferten für die "Stopp Pelz! Demo 2018". Mit ganzen sieben Mobilisierungs-Videos, einer Fotoaktion, einer Sticker-Challenge und einer Podiumsdiskussion im Vorfeld hatte wohl noch nie ein Demo-Team mit so wenigen Mitteln so viel Aufmerksam zu erregen versucht.


Kein Wunder also, dass die Aktivist_Innen dieses Jahr noch höhere Teilnehmerzahlen und ein noch breiteres mediales Echo erwarteten. Die Realität sah dann leider etwas anders aus: Zwar waren die Teilnehmenden motiviert, bunt und kreativ - und ihr Auftritt war stark - aber es waren nicht mehr als im Jahr zuvor, und das Medieninteresse hielt sich in Grenzen.



Woran könnte es gelegen haben, bzw. wieso ist von den über Tausend Interessierten in der Facebook-Veranstaltung dann doch nur ein Bruchteil gekommen? Liegt es daran, dass wir vielleicht zu viel Energie in die Online-, statt in die Strassen-Mobilisierung investiert haben? Hätten wir noch andere Formen der Zusammenarbeit mit externen Organisationen einbauen sollen? Oder sind unsere Demos gar "zu anstrengend", so dass jede Ausrede genügt, dann doch nicht zu kommen? Können wir sie vielleicht angenehmer gestalten?


Diese und viele weitere Fragen stellen sich die Mitglieder des OK-Teams aktuell, und wir sind froh um alle eure Inputs. Um die Anti-Pelz-Bewegung in der Schweiz auch angemessen repräsentieren zu können, brauchen wir euer Feedback. Wie können wir mehr Leute dazu bringen, mit uns auf die Strasse zu kommen, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass wir viele sind? Denn viele sind wir - das zeigen die vielen Likes und Beiträge auf den Sozialen Medien - doch solange wir uns v.a. dort austauschen, bleiben wir auch "unter uns" - und erreichen mit unserer Message nicht die Öffentlichkeit, die wir gerne erreichen würden.



Denkt daran: Wir von der Anti Fur League sind unabhängig und wollen politischen Aktivismus bei allen Mitgliedern fördern um eine grenzübergreifende, gemeinschaftlich organisierte Anti-Pelz-Bewegung aufzubauen. Dazu brauchen wir DICH: Werde kostenlos Mitglied, indem du dich über unsere Webseite anmeldest und beteilige dich an der Diskussion, indem du unsere Beiträge kommentierst!


Wir sind gespannt auf euer Feedback :)



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