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Wie wir am besten aktiv werden

​Die Anti-Pelz-Bewegung wächst von Jahr zu Jahr, und der Druck auf die Verteiler wächst: Immer mehr grosse Modelabels entscheiden sich, auf Pelz zu verzichten. Nach Gucci, Versace, Armani, Micheal Kors, Donna Karan, HUGO BOSS und PRADA gehört seit Kurzem auch Burberry dazu. In der Schweiz verzichten u.a. Manor, Globus und Jelmoli auf Pelz - und nach jahrelangen, unermüdlichen Kampagnen gehört bald auch der PKZ dazu. 

Es gibt verschiedene Formen des Aktivismus und keine ist "besser" als die andere, solange sie produktiv sind und uns unserem gemeinsamen Ziel näher bringen. Sei es die Konfrontation von Pelzträger*innen der im Alltag, die Aufklärung im Rahmen einer Organisation, die Kampagnenführung gegen Modehäuser oder die "Direct Action" - alles hat seine Berechtigung, solange wir unsere Grenzen kennen und uns respektvoll verhalten. 

 

// Jetzt aktiv werden: Info-Material bestellen, Argumentarium für das Ansprechen von Pelzträger*innen durchlesen und uns kontaktieren, um «V.I.P.-Mitglied» zu werden und dich mit anderen Aktiven zu vernetzen!

 

Um der Öffentlichkeit aufzuzeigen, wie grausam die Pelzmode ist, müssen wir nicht nur im Rahmen von Organisation und Protesten, sondern auch im Alltag - als Individuen - agieren. Es geht darum, Pelzträger*innen wenn immer möglich auf auf der Strasse anzusprechen und so zu zeigen, dass im Jahr 2020 niemand unbemerkt Werbung für Tierquälerei machen darf. 

 

Dabei ist es wichtig, in erster Linie respektvoll und höflich auf die Menschen zuzugehen. Es gibt schliesslich immer noch jene, die nicht wissen, was sie tragen - weil sie z.B. beim Kauf hinter’s Licht geführt wurden. Wir dürfen sie durch eine initiale, aggressive Konfrontation nicht abschrecken. Die Unwissenden brauchen jemanden (uns!), der sie aufrüttelt, ihre Empathie und ihr kritisches Denken anregt um zu verstehen, dass ihre Entscheidung, Pelz zu tragen, falsch war.

Der grösste Teil der Pelzträger*innen weiss jedoch bereits, dass ihr Verhalten moralisch verwerflich ist und es verdient, kritisiert zu werden. Um dieser Kritik zu entgehen, werden sie oft versuchen, uns entweder zu ignorieren oder die Schuld von sich abzuwenden, indem sie uns «zurück-kritisieren».

 

Oft fallen dann Sätze wie „Du trägst ja auch Leder / isst ja auch Fleisch“ - darauf darf man sich auf keinen Fall einlassen, auch wenn man selbst vegan lebt. Denn sobald wir uns rechtfertigen, lassen wir uns auf die Diskussion ein und kommen somit ab von der berechtigten Kritik, um die es hier geht. Man kann solche Aussagen entweder ungeniert ignorieren oder sie darauf hinweisen, dass es sehr wohl unser Recht ist, sie für ihr provokatives Verhalten zu kritisieren. In einer liberalen Gesellschaft hat niemand, der öffentlich Tierquälerei unterstützt, das Recht, unbehelligt zu bleiben.

 

// Wer bewusst Pelz trägt und weiss, was dahinter steckt, sollte auch dafür gerade stehen. Man kann sie direkt mit den Tatsachen konfrontieren (auch wenn sie nicht zuhören wollen) oder ihnen z.B. dieses Video zeigen: 

 

 

Dabei müssen wir uns bewusst sein, dass es nicht in unserer Macht liegt, diese Leute zu überzeugen. Egal, wie gut und fundiert unsere Argumente sind - egal, wie sehr wir im Recht sind - sobald Menschen in einer defensiven Haltung sind, dringt nichts mehr zu ihnen durch. Bei der Konfrontation geht es also nicht immer darum, jemanden zu überzeugen, sondern v.a. auch darum, ein öffentliches Statement zu machen. Wenn ein/e Pelzträger*in sich der berechtigten Kritik entziehen will, können sie stattdessen «freundlich blossstellen», indem wir sie laut und deutlich mit  den Fakten konfrontieren, so dass es auch andere Anwesende mitbekommen. Auf diese Weise müssen sie für ihr Verhalten gerade stehen, auch wenn sie uns nicht zuhören wollen.

// Hier geht's zum Argumentarium für das Ansprechen von Pelzträger*innen.

 

Gerade in der Schweiz, wo wir den unbekannten Mitmenschen im Alltag oft nicht besonders offen begegnen, kann es schwierig sein, sich zu einer Konfrontation zu überwinden. Man fällt auch selbst nur ungern auf oder fühlt sich vielleicht emotional nicht stark genug, mit den negativen Reaktionen umzugehen. Es sollte sich darum niemand verpflichtet fühlen, Pelzträger*innen zu konfrontieren, wenn er/sie sich dabei nicht wohl fühlt. Für solche Fälle gibt es z.B. Sticker.

Wenn einem aber nur ein bisschen Mut fehlt, hilft es, sich daran zu erinnern, dass die Konfrontation von Pelzträger*innen in vielerlei Hinsicht gesellschaftlich akzeptierter ist als z.B. der Vegan-Outreach. Im Gegensatz zum Konsum anderer tierischer Produkte gibt es beim Pelztragen keine «Rechtfertigung» wie z.B. die Behauptung, es sei gesundheitlich wichtig oder gesellschaftlich unumgänglich. Echtpelz an Kleidung erfüllt in der westlichen Welt einen reinen Dekorationszweck, da niemand bei uns das Gefühl hat,  ihn tragen zu «müssen».

 

Das weiss auch die breite Masse, weshalb unsere Kritik an Pelztragen auch öffentlich akzeptierter ist als andere Aktivismus-Formen. Solange wir bei der Konfrontation die Ruhe bewahren und uns nicht provozieren lassen, können wir davon ausgehen, dass mindestens 50% der Zuschauer mit uns sympathisieren. 

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