Find out. Get Smart. #SpeakUp

Gute Argumente für die Konfrontation

Um der Öffentlichkeit aufzuzeigen, wie grausam die Pelzmode ist, müssen wir nicht nur im Rahmen von Organisation und Protesten, sondern auch im Alltag - als Individuen - agieren. Es geht darum, Pelzträger*innen wenn immer möglich auf auf der Strasse anzusprechen und so zu zeigen, dass im Jahr 2020 niemand unbemerkt Werbung für Tierquälerei machen darf. 

 

Dabei ist es wichtig, in erster Linie respektvoll und höflich auf die Menschen zuzugehen. Es gibt immer noch jene, die nicht wissen, was sie tragen - weil sie z.B. beim Kauf hinter’s Licht geführt wurden. Wir dürfen sie durch eine initiale, aggressive Konfrontation nicht abschrecken. Die Unwissenden brauchen jemanden (uns!), der sie aufrüttelt, ihre Empathie und ihr kritisches Denken anregt um zu verstehen, dass ihre Entscheidung, Pelz zu tragen, falsch war.

Pelz allgemein:

​​

  • "Wissen Sie, wieso es in der Schweiz keine Pelzfarmen gibt? Weil wir hier Tierschutzauflagen haben! So wie Pelz im Ausland produziert wird - mit diesen riesigen Pelzfarmen und winzigen Gitterkäfigen - das dürfte man hier gar nicht. Das würde rechtlich als Tierquälerei gelten! Trotzdem importieren und verkaufen wir es. Wieso unterstützen Sie das"

  • "Wussten Sie, dass Robbenfell in der Schweiz nicht importiert werden darf, weil dessen Produktion Tierquälerei ist? Bei Pelz ist es ebenfalls Tierquälerei - darum gibt es ja in der Schweiz keine Pelzfarmen. Aber beim Pelz gibt es kein Importverbot, weil wir zu viel Profit damit machen."

  • "Wussten Sie, dass die meisten Echtpelz-Besätze aus China stammen, wo es praktisch keine Tierschutzauflagen gibt? Oder dass ein Arbeiter in China pro getötetem Tier nur ca. 80 Rappen verdient? Das muss dann schnell gehen, da leben die Tiere meistens noch, wenn sie gehäutet werden."

 

  • "Wussten Sie, dass die empfohlene Tötungsmethode für Füchse in Europa der anale Stromschlag ist? Ja, in Europa - um das Fell nicht zu beschädigen. Bei Nerzen ist es Vergasung, also ein langsamer Tod durch Ersticken." 

Canada Goose:

 

  • "Wussten Sie, dass das Hundefell ist, das Sie tragen? Der Pelz kommt von Kojoten, das sind direkte Verwandte vom Haushund. Die können zusammen Junge haben. Würden Sie auch Labrador-Fell tragen?"

  • "Wissen Sie, wie die Kojoten für Canada Goose gefangen werden? Mit sogenannten Tellereisen-Fallen, die zuschnappen. Das ist in Kanada noch legal. Dort bleiben sie dann tagelang drin hängen,bis man sie findet und erschiesst. Oft sterben sie schon vorher langsam an den Verletzungen. Oder sie nagen sich die eigenen Glieder ab beim Versuch, sich zu befreien. Wenn es Muttertiere sind, werden die Jungen zurückgelassen und verhungern."

  • "Wussten Sie, das Canada Goose Jacken alles andere als nachhaltig sind? Die behaupten ja, Pelz sei "natürlich" und die Kojoten müssten in Kanada sowieso geschossen werden. Dabei vermehren sich die Kojoten durch die Jagd  - das ganze Ökosystem wird durcheinandergebracht! Und die Pelze schicken sie dann zur Verarbeitung nach China, wo sie mit giftigen Chemikalien behandelt werden. Und die werden dann im nächsten Gewässer entsorgt."

...

// Quellen zum Thema Pelz

Wie gehe ich mit negativen Reaktionen bei der Konfrontation um?

Der grösste Teil der Pelzträger*innen weiss, dass ihr Verhalten moralisch verwerflich ist und es verdient, kritisiert zu werden. Um dieser Kritik zu entgehen, werden sie oft versuchen, uns entweder zu ignorieren oder die Schuld von sich abzuwenden, indem sie uns «zurück-kritisieren».

 

Oft fallen dann Sätze wie „Du trägst ja auch Leder / isst ja auch Fleisch“ - darauf darf man sich auf keinen Fall einlassen, auch wenn man selbst vegan lebt. Denn sobald wir uns rechtfertigen, lassen wir uns auf die Diskussion ein und kommen somit ab von der berechtigten Kritik, um die es hier geht. Man kann solche Aussagen entweder ungeniert ignorieren oder sie darauf hinweisen, dass es sehr wohl unser Recht ist, sie für ihr provokatives Verhalten zu kritisieren. In einer liberalen Gesellschaft hat niemand, der öffentlich Tierquälerei unterstützt, das Recht, unbehelligt zu bleiben.

 

// Wer bewusst Pelz trägt und weiss, was dahinter steckt, sollte auch dafür gerade stehen. Man kann sie direkt mit den Tatsachen konfrontieren (auch wenn sie nicht zuhören wollen) oder ihnen z.B. dieses Video zeigen: 

 

 

Der Unterschied zwischen Gespräch und Konfrontation

 

Dabei müssen wir uns bewusst sein, dass es nicht in unserer Macht liegt, diese Leute zu überzeugen. Egal, wie gut und fundiert unsere Argumente sind - egal, wie sehr wir im Recht sind - sobald Menschen in einer defensiven Haltung sind, dringt nichts mehr zu ihnen durch. Bei der Konfrontation geht es also nicht immer darum, jemanden zu überzeugen, sondern v.a. auch darum, ein öffentliches Statement zu machen. Wenn ein/e Pelzträger*in sich der berechtigten Kritik entziehen will, können sie stattdessen «freundlich blossstellen», indem wir sie laut und deutlich mit  den Fakten konfrontieren, so dass es auch andere Anwesende mitbekommen. Auf diese Weise müssen sie für ihr Verhalten gerade stehen, auch wenn sie uns nicht zuhören wollen.

// Hier gibt's Videos zum Ansprechen

Was, wenn ich mich bei der Konfrontation unwohl fühle?

Gerade in der Schweiz, wo wir den unbekannten Mitmenschen im Alltag oft nicht besonders offen begegnen, kann es schwierig sein, sich zu einer Konfrontation zu überwinden. Man fällt auch selbst nur ungern auf oder fühlt sich vielleicht emotional nicht stark genug, mit den negativen Reaktionen umzugehen. Es sollte sich darum niemand verpflichtet fühlen, Pelzträger*innen zu konfrontieren, wenn er/sie sich dabei nicht wohl fühlt. Für solche Fälle gibt es z.B. Sticker.

Wenn einem aber nur ein bisschen Mut fehlt, hilft es, sich daran zu erinnern, dass die Konfrontation von Pelzträger*innen in vielerlei Hinsicht gesellschaftlich akzeptierter ist als z.B. der Vegan-Outreach. Im Gegensatz zum Konsum anderer tierischer Produkte gibt es beim Pelztragen keine «Rechtfertigung» wie z.B. die Behauptung, es sei gesundheitlich wichtig oder gesellschaftlich unumgänglich. Echtpelz an Kleidung erfüllt in der westlichen Welt einen reinen Dekorationszweck, da niemand bei uns das Gefühl hat,  ihn tragen zu «müssen».

 

Das weiss auch die breite Masse, weshalb unsere Kritik an Pelztragen auch öffentlich akzeptierter ist als andere Aktivismus-Formen. Solange wir bei der Konfrontation die Ruhe bewahren und uns nicht provozieren lassen, können wir davon ausgehen, dass mindestens 50% der Zuschauer mit uns sympathisieren. 

// Jetzt Info-Material bestellen und uns kontaktieren, um «V.I.P.-Mitglied» zu werden und dich mit anderen Aktiven zu vernetzen!

 

Find out. Get smart. #MakeFurHistory 

© 2020 by Anti Fur League. Contact us at info@antifurleague.org

  • Facebook App Icon
  • Instagram
  • YouTube App Icon