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Unser erstes Crowdfunding: Ein Riesenerfolg!

++ Update: Das Crowdfunding war eine Riesenerfolg! Herzlichen Dank für euren Support! ++


Monatelang mussten wir auf die Bewilligung der "Demo für eine pelzfreie Schweiz 2020“ warten, die am 14. November 2020 stattfinden soll - sofern es die Corona-Situation erlaubt. Nun hoffen wir das Beste und mobilisieren wie gewohnt, den Start machten wir dieses Jahr mit der Vereinsgründung und einem Crowdfunding!



Wer wir sind und worum es geht


Die Anti Fur League («Anti-Pelz-Liga») ist ein unabhängiger Verein aus Winterthur, der seit 2017 die jährliche «Demo für eine pelzfreie Schweiz» in Zürich organisiert. Bisher wurden wir dabei finanziell von grösseren Tierrechtsorganisationen unterstützt, doch diese sind selbst auf jeden Franken angewiesen. Darum wollen wir die Demo dieses Jahr zum ersten Mal selbst finanzieren!


Wieso die Demo?


In der Schweiz werden nach wie vor 99% der verkauften Pelze aus dem Ausland importiert, obwohl die Standard-Produktions-Methoden hier verboten sind und gemäss Schweizer Gesetz den Tatbestand der Tierquälerei erfüllen. Die Pelzprodukte stammen v.a. aus Zuchtbetrieben, sogenannten «Pelzfarmen». Dort verbringen u.a. Nerze, Marderhunde und Füchse ihr kurzes Leben in winzigen Gitterkäfigen und sterben für Pelzbesätze einen grausamen Tod durch Totschlag, Vergasung oder Elektroschock. [1]


Doch nicht nur die Tiere leiden in der Pelzproduktion; auch ArbeiterInnen und KonsumentInnen setzen ihre Gesundheit aufs Spiel. Die Verarbeitung von Pelzen ist ein nämlich hochgiftiger, chemischer Prozess - und Untersuchungen zeigen, dass Echtpelz-Besätze immer wieder Rückstände von giftigen Chemikalien enthalten (Formaldehyd, Chrom 6). Gerade in China, dem weltweit grössten Pelz-Produzenten, landet der chemische Abfall nach der Entsorgung nicht selten im Grundwasser und schadet so der Umwelt. [2] Nicht zuletzt ist auch die Ökobilanz von Echtpelz fatal: Weil es in Europa kaum Gerbereien gibt werden die meisten Pelze zur Verarbeitung nach China geflogen.


Um diese Tatsachen ans Licht zu bringen und die Lügen der Pelzindustrie zu entlarven, organisieren wir unsere «Demo für eine pelzfreie Schweiz», die zuletzt über 500 Teilnehmende mobilisierte. Wir fordern - nach dem Vorbild von Kalifornien - ein komplettes Importverbot von ausländischen Echtpelz-Produkten.


Wieso wir für ein Importverbot kämpfen


Seit 2014 besteht in der Schweiz eine Pelzdeklarationsverordnung (PDV) mit dem erklärten Ziel, die Kundschaft zu sensibilisieren, Transparenz zu schaffen und den Import tierquälerisch erzeugter Produkte zu verhindern. Diese ist aber an allen Fronten gescheitert: Einerseits deklarieren weiterhin bis zu 70% der kontrollierten Geschäfte ihre Pelzprodukte falsch oder gar nicht [3], andererseits wurden Herkunft und Gewinnungsart durch schwammige Formulierungen auf der Etikette noch mehr verschleiert. Die PDV hat also, statt aufzuklären, für noch mehr Verwirrung bei der Kundschaft gesorgt und neue Schlupflöcher für die Produzenten geschaffen. Auch an den hohen Verkaufszahlen änderte sich nichts.


Aufgrund grosser Kritik aus Tierschutz-Kreisen und parlamentarischen Vorstössen wurde die PDV bereits mehrmals revidiert; zuletzt wurde die Bezeichnung «Herkunft unbekannt» eingeführt - was bei Produkten wie Fleisch oder Eiern undenkbar wäre. [4] Auch sagen Bezeichnungen wie «Einzel-/Gruppenhaltung» nichts über eine tiergerechte Haltung aus, da Einzelgänger oft in Gruppen gehalten und umgekehrt.


Vor diesem Hintergrund fordert nun auch Nationalrat Matthias Aebischer ein komplettes «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte» (SP, 19.4425). Die Motion wird von «Campax» mit der Kampagne «We Care - We Don’t Wear» unterstützt und voraussichtlich in der Wintersession 2020 behandelt. Die entsprechende Petition hat bereits über 35’000 Unterschriften: http://campax.org/pelz


Dafür brauchen wir Unterstützung


Die «Anti Fur League» ist ein unabhängiger Verein ohne Einnahmen - und eine Demo zu organisieren, kostet Geld. Neben Druckmaterialien (Flyer, Poster) produzieren wir jedes Jahr neue Info-Flyer und Sticker für die Aufklärungsarbeit. Diese müssen gedruckt und an unsere UnterstützerInnen versendet werden. Dazu kommen Spesen für Anlässe im Vorfeld, Reisekosten für die Demo-RednerInnen und nicht zuletzt die Kosten der Bewilligung selbst.

All dies haben wir bisher ca. zur Hälfte aus eigener Tasche und zur Hälfte mit der Unterstützung anderer Tierrechtsorganisationen wie «Tier im Fokus» oder «ATRA - Diritti Animali» bezahlt. Doch diese sind auch auf Geld angewiesen, darum wollen wir die Kosten für die Demo dieses Jahr selbst stemmen. Unser Aktivismus beruht auf Freiwilligenarbeit, weshalb das gesammelte Geld vollumfänglich in die Finanzierung von Projektmaterialien fliessen wird. Falls die Demo aufgrund einer zweiten Corona-Welle dieses Jahr nicht stattfinden kann, würden die Einnahmen in andere AFL-Projekte oder in die «Demo für eine pelzfreie Schweiz 2021» fliessen.


Gemeinsam machen wir die #SchweizPelzfrei!


Quellen:




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© 2020 by Anti Fur League. Contact us at info@antifurleague.org

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